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Tschechischer Staatspräsident: Ukraine kann Russen nicht vertreiben

Selbst laut Angaben des transatlantischen tschechischen Präsidenten, Petr Pavel, setzt sich nun die Ernüchterung fort: Demnach wäre also die Ukraine derzeit nicht in der Lage, die russischen Streitkräfte auf absehbare Zeit aus ihrem Territorium zu vertreiben. Demokratische Länder sollten deswegen aber trotzdem der Ukraine helfen, einen bestmöglichen Kompromiss zu finden.

Wir sollten die Situation realistisch betrachten und nicht wie bisher durch eine rosarote Brille schauen. Russland ist weder ein einfacher noch ein schwacher Gegner. Russland verhält sich aggressiv und arrogant. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass die Ukraine das bestmögliche Ergebnis erzielen und die Unterstützung der demokratischen Welt so lange wie möglich behalten kann.

– so Pavel am Montagabend in Beantwortung einer Frage bei einem Bürgerforum in der westböhmischen Kleinstadt Stríbro.

Gipfel der Arroganz

Außerdem bezeichnete er die Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow, Russland sei nur bereit, mit der Ukraine zu verhandeln, wenn die derzeitige Führung des Landes verschwindet, als „Gipfel der Arroganz„.
Laut Petr Pavel wäre dies inakzeptabel: Hätte doch die ukrainische Führung ihr Mandat in legitimen, demokratischen Wahlen gewonnen.

Moskau wird Druck erhöhen

Pavel geht zudem davon aus, dass Moskau den Druck auf die Ukraine erhöhen und versuchen wird, mehr Territorium zu besetzen, da die russischen Präsidentschaftswahlen näher rücken. Obwohl der russische Präsident Wladimir Putin keinen ernsthaften Herausforderer habe, möchte er aber seinen Wählern offensichtlich zeigen, dass seine Politik effektiv sei.
Die demokratische Welt dürfe nun nicht aufhören, die Ukraine zu unterstützen und denken, dass wir damit den Krieg beenden können. Man dürfe Russland also nicht erlauben, zu gewinnen und ihm somit glauben zu schenken, dass es mit Gewalt alles erreichen könne. Zu Friedensgespräche würde es nur dann kommen, wenn beide Seiten zur Überzeugung kommen, dass sie auf dem Schlachtfeld kein besseres Ergebnis mehr erzielen könnten – so Pavel. Ihm zufolge „glaubt jedoch keine der beiden Seiten, dass diese Situation bereits eingetreten ist„.

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Redaktion2

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