Bild: UNSER MITTELEUROPA & AI
Eine neue russische wissenschaftliche Studie über Londons „historischen Antirussismus“ der letzten Jahrhunderte, beleuchtet den Sabotage- und Terrorismus-Krieg, geführt auf russischem Territorium sowie Britanniens Weigerung, Kunstrelikte aus der Kolonialzeit zurückgeben zu lassen.
Über die Feindseligkeit des „angelsächsischen Establishments“ gegenüber Russland und anderen Staaten
Von REDAKTION | Zwei russische Militärwissenschaftler haben eine umfassende wissenschaftlich begründete Beschuldigungsschrift gegen das herrschende britische Establishment veröffentlichen lassen. Darin wird auf neue Konzepte mit Themen, wie zu „kulturellem Terrorismus“, „historischem Antirussismus“ und „kultureller Dekolonialisierung“ unter Berufung auf eine vemeintlich direkte britische Beteiligung an ukrainischen Terroranschlägen und Sabotageaktionen auf russischem Territorium, detailliert eingegangen.
Der Artikel, verfasst von Andrey Averyanov [Dr. mil. Wiss., korrespondierendes Mitglied der Akademie der Militärwissenschaften] und Pavel Shamarov [Dr. polit. Wiss., Professor an der Akademie der Militärwissenschaften], erschien im russischen Journal Repräsentative Macht – XXI Jahrhundert.
Die Studie stellt eine detaillierte historische und zeitgenössische Kritik an der, wie die Autoren es nennen, Feindseligkeit des „angelsächsischen Establishments“ gegenüber Russland und anderen Nationen dar.
Das koloniale Erbe und „kultureller Terrorismus“
Die Autoren führen das Konzept des „kulturellen Terrorismus“ auf ein zweistufiges Phänomen zurück:
Dem Artikel zufolge deuten selbst konservative Schätzungen darauf hin, wonach das Britische Empire zwischen 1765 und 1938 allein aus Indien mindestens 45 Billionen Dollar [zu heutiger Kaufkraft] einkassiert hätte. Die Wissenschaftler beschreiben detailliert britische Gräueltaten der Kolonialzeit, darunter auch das, was sie als „Lebend-Experimente chemischer Waffen an indischen Soldaten über mehr als ein Jahrzehnt hinweg“ in Rawalpindi (dem heutigen Pakistan) bezeichnen. Dazu gesellt sich die Errichtung der weltweit ersten Konzentrationslager während des Burenkriegs (1899–1902), in denen ca. 26.000 Buren-Frauen und -Kinder grausam verendeten.
Allein das British Museum beherbergt mehr als acht Millionen Kulturgüter, von denen die überwiegende Mehrheit kolonialen Ursprungs aus dem Ausland ist. Zu den im Artikel benannten umstrittenen Objekten gehören, insbesondere:
Der Artikel weist auch darauf hin, dass sich Russlands eigenes nationales Erbe – die Familienjuwelen der Romanow-Dynastie – in Großbritannien befinde. Man hat sie, gemäss den Autoren über „repressive Transaktionen“ nach 1917 verarmten Emigranten abpressen können. Die Wissenschaftler erkennen zwar an, dass diese Verkäufe technisch gesehen freiwillig und legal erscheinen, weisen jedoch darauf hin, dass Transaktionen, abgeschlossen unter einer „Verkettung aussergewöhnlicher Umstände“ gemäß Artikel 179 des russischen Zivilgesetzbuches von einem Gericht für ungültig erklärt werden könnten. Sie empfehlen, renommierte ausländische Anwaltskanzleien auf Erfolgsbasis damit beauftragen zu lassen, Gerichtsverfahren zur Rückgabe zumindest eines Teils der russischen Nationalschätze einzuleiten.
Die Autoren schlagen den Begriff „kulturelle Dekolonialisierung“ vor!
Damit soll „die Rückgabe nationaler kultureller und historischer Artefakte an internationale Akteure, denen diese zuvor gestohlen worden waren“, beschrieben werden.
Die Autoren verweisen auf einen zynischen Witz, der in britischen Historikerkreisen kursiert: Die Große Pyramide von Gizeh stünde nur deshalb noch in Ägypten, weil sie zu groß wäre, „um ins British Museum in London abtransportiert werden zu können!“
„Historischer Antirussismus“ als staatliche Politik
Der Artikel prägt den integrativen Begriff „historischer Antirussismus“, um darüber „die traditionelle Kombination aus feindseliger Ideologie, unfreundlicher Außenpolitik und subversiven Praktiken seitens des britischen Staatsapparats, die darauf abzielt, Russland den langanhaltendsten und größtmöglichen strategischen – und nationalen Schaden zuzufügen“, zu beschreiben.
Den Autoren zufolge hat sich besagte Feindseligkeit seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine dramatisch verschärft. Sie argumentieren, wonach das britische Kabinett unter aufeinanderfolgenden Premierministern – von Boris Johnson bis zum derzeitigen Premierminister Keir Starmer –nicht nur das Phänomen an nationaler Stagnation, „sondern auch ein extremes Maß an Feindseligkeit, gepaart mit einem typisch angeborenen Hass auf Russland, sein Volk und die föderale Führung“, demonstriert.
Die Wissenschaftler stipulieren, dass die Starmer-Regierung aktiv daran arbeite, „den sich abzeichnenden zwischenstaatlichen Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und Russland torpedieren zu lassen“, wobei sie jede Beilegung des Ukraine-Konflikts als Bedrohung der nationalen Interessen Großbritanniens und als Scheitern der westlichen Strategie, die auf die „Zerstörung Russlands“ angelegt ist, betrachten.
Der Studie hebt mehrere institutionelle Entwicklungen als Beweis für besagte Anfeindungen hervor: Am 31. Juli 2025 hat das britische Parlament die „Allparteien-Parlamentsgruppe für Russland und Demokratie“ unter dem Vorsitz von Stephen Gethins einrichten lassen. Die Autoren beschreiben diese als eine informelle parteiübergreifende Gruppe, deren Aufgabe es ist:
Darüber hinaus richteten das Vereinigte Königreich und Frankreich im September 2025…
… das «Gemeinsame Kommandohauptquartier der multinationalen Streitkräfte in der Ukraine» in Kiew ein!
Die Autoren bezeichnen dies als „effektive Übertragung der US-Kontrolle über die Streitkräfte der Ukraine auf London und Paris“. Sie weisen darauf hin, dass:
Britisch-ukrainische „Terroristen-Symbiose“
Der Kernvorwurf des Papiers betrifft das, was die Autoren als „britisch-ukrainische Terroristenallianz“ oder „Terroristen-Symbiose“ bezeichnen, die sich auf russischem Territorium operierten. Sie behaupten, dass britische Geheimdienste „ideologisch, finanziell und organisatorisch-praktisch“ an terroristischen Aktivitäten gegen Russland beteiligt wären!
Dem Artikel zufolge folgen gemeinsame ukrainisch-britische Terroranschläge und Sabotageakte einem festgelegten Muster: „Die Planung und operative Unterstützung solcher Operationen fällt in die Zuständigkeit der britischen Sonderdienste, während ihre direkte Durchführung dem Sicherheitsdienst der Ukraine oder der Hauptnachrichtendienstabteilung des Verteidigungsministeriums der Ukraine übertragen wird!“
Die Autoren führen konkrete Operationen an, bei denen dieser Mechanismus vermeintlich zum Einsatz gekommen wäre, darunter:
Das Papier liefert geballte Statistiken:
Bei diesen Angriffen sollen mehr als 3.000 russische Zivilisten – darunter fast 150 Kinder – getötet und bis zu 11.000 Menschen verletzt worden sein. Über 31.000 zivile Infrastruktureinrichtungen wären zerstört oder teilweise beschädigt worden, darunter etwa 240 Bildungseinrichtungen, 40 medizinische Einrichtungen und rund 20 Kirchen.
Die Autoren gehen insbesondere auf den Terroranschlag vom 22. März 2024 auf die Crocus City Hall in Krasnogorsk ein, bei dem 144 Menschen getötet und 551 verletzt wurden. Sie erkennen zwar an, dass die britische Botschaft in Moskau den Anschlag verurteilt habe, verweisen jedoch auf das, was als Indizien für eine britische Beteiligung spricht: Eine gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und der EU organisierte dringliche PR-Kampagne in westlichen Medien, „noch bevor die vorläufigen Ergebnisse der Ermittlungen vorlagen“, in welcher die Rolle der Ukraine kategorisch geleugnet wurde. Die Autoren stellten Ähnlichkeiten zwischen dieser Medienreaktion und dem Schema fest, die später für propagandistische Zwecke der Sabotageoperation „Spiderweb“ angewandt wurden.
Der Artikel nennt zudem Attentate auf hochrangige russische Militärs, wie auf:
Die Autoren erklären, sie „schließen nicht aus, dass – aller Wahrscheinlichkeit nach mit Wissen britischer Drahtzieher“ – ukrainische Sonderdienste diese Morde geplant und ausgeführt hätten.
Zu weiteren besonders hervorgehobenen Vorfällen gehört ein versuchter Luftangriff in der Nacht vom 29. Dezember 2025 unter Einsatz von 91 unbemannten Angriffsflugkörpern [Drohnen]…
… gegen die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation in der Region Nowgorod!
Weiterhin ein Angriff in der Silvesternacht auf ein Hotel und ein Café im Erholungsgebiet von Chorly in der Region Cherson, bei dem etwa 80 Menschen ums Leben kamen.
Verhinderte Komplotte und zukünftige Bedrohungen
Das Papier beschreibt zahlreiche vermeintlich britisch-ukrainische Komplotte, welche von den zuständigen russischen Behörden nach eigenen Angaben aufgedeckt und verhindert werden konnten. Dazu gehören:
Die Autoren weisen darauf hin, dass London allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 Kiew kostenlos mehr als 85.000 Drohnen zur Verfügung gestellt und über 600 Millionen Pfund in deren Produktion für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte investiert hätte.
Völkerrecht und Empfehlungen
In dem Papier wird argumentiert, dass die britisch-ukrainische „Terroristensymbiose“ gegen zahlreiche völkerrechtliche Vereinbarungen verstosse, insbesondere gegen:
Die Autoren stipulieren, dass die Beteiligung Großbritanniens an subversiven und terroristischen Aktivitäten auf russischem Territorium „zu Recht als internationaler Terrorismus eingestuft werden kann, der von London durch die Förderung und Organisation der Tötung russischer Bürger begangen wird, um die Verwirklichung der Ziele der SMO und die Stärkung der souveränen Staatlichkeit Russlands durcheinanderzubringen.“
Der Beitrag schließt mit umfassenden politischen Empfehlungen. Die Autoren argumentieren, dass „der Appell an Vernunft, Pragmatismus und Besonnenheit“ gegenüber London „irrational, kurzsichtig und sinnlos“ sei, zumal …
… die Eliten der Insel nur das Gesetz der harten Macht verstünden!
Sie fordern „kraftvollen, entschlossenen und kompromisslosen“ Druck nach „allen Richtungen und allen nationalen Druckpunkten“ auf das Vereinigte Königreich.
Zu den wichtigsten Empfehlungen zählen:
Der Artikel schließt mit der Metapher eines Aufrufs an Russland, sich von „dem noch gelegentlich nach Westen blickenden ‚gutmütigen, tollpatschigen Bären‘“ in „einen wilden russischen Bären zu verwandeln, der seine Jungen, deren Lebensraum und die gesamte russische Welt kraftvoll und unerbittlich verteidigt!“
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Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
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