Viele nackte Frauen und unappetitliches Baden im Pissbecken: Österreich präsentiert auf der Venediger Biennale ein „Kunst“-Projekt mit Urin-Schwimmbecken, finanziert mit 600.000 Euro Steuergeldern. Die „Kunst“ dabei: Die Künstlerin schwimmt in der Pisse der Besucher.
Sündteures Kunstprojekt mit kalkulierter Provokation
Kunst war immer dann besonders wirksam, wenn sie provozierte. Von den Dadaisten über die Wiener Aktionisten bis hin zur modernen Performancekunst: Grenzüberschreitungen gehören seit jeher zum kulturellen Repertoire avantgardistischer Künstler. Doch was passiert, wenn Provokation nicht nur polarisiert, sondern mit erheblichen öffentlichen Geldern finanziert wird? Genau diese Frage entzündet sich aktuell an der österreichischen Choreografin und Performerin Florentina Holzinger und ihrem Projekt für die Biennale in Venedig.
Umweltverschmutzung, Körperlichkeit und Transformation
Der österreichische Beitrag zur Biennale trägt den Titel „Seaworld Venice“ und soll den Pavillon in den Giardini in eine Mischung aus Unterwasserpark, Performancefläche und sakral anmutendem Erlebnisraum verwandeln. Thematisch beschäftigt sich das Projekt laut offizieller Beschreibung mit Umweltverschmutzung, Körperlichkeit und Transformation.
Für Diskussionen sorgt jedoch weniger die theoretische Ebene als vielmehr die konkrete Umsetzung. Menschliche Ausscheidungen, konkret der Urin von Biennale-Besuchern, sind Teil der Installation. Mobile Toiletten vor dem Pavillon und Tanks im Inneren der Ausstellung sind demnach zentrale Elemente der Performance. Und genau da erhebt sich die Frage: Kann das Urinieren und anschließende Herumschwimmen im eigenen Urin überhaupt als Kunst bezeichnet werden? Bedarf es dazu überhaupt eines Künstlers? Könnte so etwas auch ein dressierter Affe leisten?
Der eigentliche Streitpunkt: 600.000 Euro Steuergeld
Für viele Bürger überschreitet das Projekt damit bewusst die Grenze zwischen Kunst und Zumutung. Kritiker sprechen von einer Form der Provokation, die nicht mehr gesellschaftliche Missstände sichtbar machen wolle, sondern primär auf Aufmerksamkeit setze. Oder besteht die Provokation darin, dass der Steuerzahler im konkretem Fall fürdie Piss- und Schwimmorgie hunderttausende Euro auf den Tisch legen soll. Deshalb wird die Debatte durch die Finanzierung des Projekts bsonders brisant. Rund 600.000 Euro öffentliche Mittel fließen in den österreichischen Biennale-Beitrag – eine Summe, die in etwa den Jahresbudgets kleinerer Kulturinstitutionen entspricht.
Natürlich gehört Kulturförderung zu den Aufgaben eines modernen Staates. Internationale Veranstaltungen wie die Biennale gelten seit Jahrzehnten als kulturelle Visitenkarten eines Landes. Doch gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wächst der Unmut vieler Steuerzahler die obendrein argwähnen, dass dieses unaappetitlich Projekt dem Image Österreich als Kulturnation nicht gerade förderlich ist. So erwas hätten auch Urwaldbewohner locker hergebracht – vermutlich um weniger Geld.
Die Provokation besteht wohl eher darin, dass steigende Lebenshaltungskosten und Sparmaßnahmen im Sozialbereich bei gleichzeitig hohen Fördersummen für radikale Kunstprojekte ein zunehmend schwer vermittelbares Spannungsverhältnis erzeugen.
Besonders emotional wird die Diskussion durch den Vergleich mit anderen staatlichen Kürzungen. So reduziert die österreichische Bundesregierung zeitgleich die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die beruflich auf ein Auto angewiesen sind. Während dort gespart wird, fließen Hunderttausende Euro in ein Kunstprojekt, das große Teile der Öffentlichkeit eher irritiert als begeistert.

Provokation als Markenzeichen und Magnet für geile Spießer
Die Kontroverse kommt nicht überraschend. Florentina Holzinger zählt seit Jahren zu den radikalsten Stimmen der europäischen Performancekunst. Bereits ihre Produktion „Sancta” sorgte 2024 international für Schlagzeilen. Berichte über drastische Szenen, extreme körperliche Eingriffe und verstörende Bühnenbilder führten zu heftigen Publikumsreaktionen. Teilweise mussten Zuschauer medizinisch betreut werden oder verließen die Aufführung vorzeitig. Ihre Kritiker werfen ihr eine kalkulierte Ästhetik des Ekels vor, die Aufmerksamkeit um jeden Preis erzeugen soll.
Die Bausteine „Wie mache ich große Kunst“ sind im Grunde genommen seit über 60 Jahren immer die gleichen. Oderienär, unappetitlich, nackte Frauen – und wie auch in „Sancta“ darf auch die Lächerlichmachung eines Bischofs nicht fehlen; so einer ist schon seit Jahrzehnten bei jeder „provokanten“ Darbietung immer mit von der Partie. Ist das noch eine „Provokation”? Eher nicht – höchstens eine staatlich zertifizierte, damit auch die Gelder fließen.
Echte Provokationen sind mit Sicherheit nicht gestattet, denn die müssten sich gegen das Establishment richten, gegen die Linken natürlich, gegen die Geldgeber. Würde man die katholischen Würdenträger gegen islamische oder jüdische austauschen, wäre rasch Schluss mit den „Provokationen”. Bei islamischen Würdenträgern würden die „Kunstschaffenden” vielleicht sogar mit Messern Bekanntschaft machen.
Die Aktion in Venedig würde mit Sicherheit nicht „so gut ankommen”, wenn die vielen nackten Frauen, die man mal im Urinbecken, dann auf einem Jetski, aus einer Glocke baumelnd oder auf einem Mast hängend als Burkaträgerinnen ihre Vorstellung besorgen würden. Das wäre zwar eine echte Provokation, doch die vielen Spießer, die jetzt auf der Biennale bis zu zwei Stunden Schlange stehen, um nackte Haut zu sehen, gäbe es dort mit Sicherheit nicht. Die müssten in eine Go-Go-Bar gehen, aber das trauen oder dürfen sie sich nicht, denn so etwas macht ein braver Bürge nicht, als Freund und Bewunderer „großer Kunst” hingegen darf er das. Das ist nämlich nicht sexistisch und Erklärungsbedarf gegenüber seiner besseren Hälfte hat er dann auch nicht. (CR)

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