Der vertrauliche Bericht der französischen Regierung zur Muslimbruderschaft sollte in ganz Europa aufmerksam gelesen werden. Nicht, weil er etwas völlig Neues enthüllt, sondern weil er offiziell bestätigt, was viele Bürger seit Jahren beobachten und wofür sie oft als alarmistisch oder intolerant bezeichnet wurden.
Von REDAKTION | Der Bericht beschreibt keine terroristische Bedrohung im klassischen Sinn. Er beschreibt etwas, das langfristig möglicherweise gefährlicher ist: den schrittweisen Aufbau gesellschaftlicher Einflussstrukturen durch Organisationen, die nicht auf offene Konfrontation, sondern auf Geduld, Vernetzung und institutionelle Präsenz setzen.
Schleichende Islamisierung
Die Muslimbruderschaft verfolgt nach den Erkenntnissen der französischen Behörden eine Strategie des Entrismus. Vereine, Moscheen, Bildungseinrichtungen und soziale Organisationen werden genutzt, um Einfluss auf lokale Gemeinschaften zu gewinnen. Dabei geht es nicht um die Integration in bestehende gesellschaftliche Strukturen, sondern um deren langfristige Veränderung im Sinne einer politischen und religiösen Ideologie.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Warnung nicht von sogenannten „Rechtspopulisten“ oder den ach so bösen alternativen Medien stammt. Sie kommt aus dem Herzen des französischen Staates. Wenn ein Regierungsbericht von gezielter Einflussnahme auf Schulen, Vereine und Kommunen spricht, dann handelt es sich nicht um eine „ausländerfeindliche Verschwörungstheorie“, sondern um eine sicherheitspolitische Einschätzung.
Normaldenkende von Linken und Gutmenschen als „islamophob“ beschimpft
Natürlich wird sofort der Vorwurf erhoben, jede Kritik an solchen Entwicklungen sei Islamophobie. Doch genau diese reflexhafte Abwehr hat eine offene Debatte über Jahre erschwert. Wer auf Parallelgesellschaften, Integrationsprobleme oder islamistische Netzwerke hingewiesen hat, wurde häufig moralisch diskreditiert, statt sachlich widerlegt.
Dabei ist die Existenz von Parallelmilieus in vielen europäischen Großstädten längst keine bloße Behauptung mehr. Wo eigene soziale Regeln entstehen, staatliche Autorität schwindet und religiöse Identität zunehmend über nationale Zugehörigkeit gestellt wird, entstehen Spannungen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden können.
Radikale Islamistern und Religionsphanatiker sind das Problem
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, zwischen friedlichen Muslimen und islamistischen Organisationen zu unterscheiden. Die überwältigende Mehrheit der Muslime in Europa lebt friedlich und respektiert die demokratische Ordnung. Gerade deshalb darf Kritik an islamistischen Akteuren nicht mit einem Angriff auf alle Muslime gleichgesetzt werden.
Der französische Bericht ist vor allem eines: ein Warnsignal. Er erinnert daran, dass Demokratien nicht nur durch Gewalt, sondern auch durch ideologische Bewegungen bedroht werden können, die langfristig gesellschaftlichen Einfluss gewinnen wollen. Dass muslimische Jugendliche radikalisiert werden, zeigen die jüngsten Umfragen, beispielsweise in Österreich. Dort stellen Jugendliche ihre religiösen Gebote über die österreichischen Gesetze. Lediglich die FPÖ will die radikale Islamisierung konsequent stoppen.
Ross und Reiter benennen
Europa muss endlich lernen, Probleme klar zu benennen, ohne dabei in pauschale Feindbilder zu verfallen. Wegsehen, Beschönigen oder jede Kritik reflexhaft als Vorurteil abzutun, löst keine Probleme. Eine offene Gesellschaft braucht den Mut, auch unangenehme Entwicklungen ehrlich zu diskutieren und dann die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.
Ob Frankreich und Europa die richtigen Antworten finden werden, ist offen, solange Kräfte das Sagen haben, die übergeordnete Agenden verfolgen und nicht den Mehrheitswillen der Bevölkerung umsetzen wollen. Fest steht in jedem Fall: Die Debatte lässt sich nicht länger durch moralische Schlagworte beenden. Wer den gesellschaftlichen Zusammenhalt erhalten will, muss bereit sein, die Realität nüchtern zu betrachten – auch wenn sie unbequem ist. (CR)



