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Der iranische General, Mohsen Rezaei, spricht über die alten und neuen Pläne der Angreifer

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Der iranische General, Mohsen Rezaei, spricht über die alten und neuen Pläne der Angreifer
03.08.2026. – Der enge Vertraute von Irans obersten Führer Mohsen Rezaei gab einem iranischen TV-Kanal ein Interview | Quelle: Sceenshot Presstv

Mohsen Rezaei, ex-Kommandeur [1981 – 1997] der IRGC [Islamischen Revolutionsgarden] und inzwischen Berater von Modschtaba Chamenei, gab dem iranischen TV-Sender Kharbakadar News zur Lage in Nahost mit den Ausblick auf mögliche kommende Ereignisse ein Interview.

Iranische Streitkräfte haben die US-Pläne durchkreuzt und eine
Verlegung von US-Kommandozentralen nach hinten erzwungen

 Von REDAKTION | Mohsen Rezaei, bezeichnete den jüngsten amerikanischen Angriff, der 17 Tage dauerte, als Donald Trumps dritten Krieg gegen den Iran. Er wäre auf die beiden früheren Angriffskriege gefolgt, die 12 Tage [mit Start am 13.6.2025] und 40 Tage [mit Start am 28.2.2026] gedauert hätten.

Mohsen Rezaei hatte den jüngsten Vertragsbruch kommen sehen, nachdem Donald Trump schon in seiner ersten Amtszeit das JCPOA (Iran-Atom)-Abkommen aufkündigen ließ, sodass es für ihn vorhersehbar gewesen wäre, dass Trump auch das von ihm selbst am 17. Juni 2026 in Frankreich unterzeichnete MoU [Memorandum of Understanding, Absichtserklärung mit 14 Punkten] einmal mehr nur „zerreißen“ lassen werde:

Die Unterzeichnung in Versailles wäre nur eine große Show von Trump und Macron vor der Welt gewesen!

Für Streitfragen zum MoU wäre ein Schlichtungsausschuss eigerichtet gewesen. Doch anstelle diesen anzurufen, haben die USA dagegen die Südküste des Irans angegriffen. Der US Plan sah neben Luftangriffen auch eine Bodenoffensive vor, um die Straße von Hormus gewaltsam öffnen zu lassen. Trump ließ dazu Militärstützpunkte, Brücken, Radaranlagen und etwa 50 Städte in 15 Provinzen des Iran angreifen.

Doch im Gegenzug hätte der Iran über 17 Tage lang US-Stützpunkte mit Raketen beschießen und die Angreifer aus der Nähe der Straße von Hormus zurücktreiben lassen. Rezaei dazu wörtlich:

Tatsächlich haben wir den USA im Gegenzug genau das zugefügt, was sie gegen uns geplant hatten:

im Dritten Krieg sprachen die USA am siebzehnten Tag weder von einem Waffenstillstand, noch starteten sie weitere Angriffe, aber wir setzten über zwei Tage unsere Angriffe fort und machten ihnen damit klar, dass unsere Vorräte an Raketen weit größer als die von ihnen wären…

Trump hat [dieses Mal] den Iran alleine ohne Israel angreifen lassen, damit er [nach dem vermeintlichen US-Sieg] dem amerikanischen Volk hätte verkünden können, dass nicht Israel hinter diesen Angriffen gestanden hätte.

Nach den drei bisherigen [verlorenen] Kriegen, gingen die USA inzwischen auf ein neues Konzept über, wobei Rezaei die neuen US-Angriffspläne wie folgt sieht:

  • Sie setzen ihre Hoffnungen darauf, Aufstände von innen heraus schüren zu können; das heißt, sie sind zum Schluss gekommen, dass sie mit militärischen Mitteln nicht durchkommen können, doch verlassen sich stattdessen künftig auf Kräfte von innen.
  • Es besteht die Gefahr, dass sie andere Länder in den Krieg mit hineinziehen. Sie zwangen Saudi-Arabien dazu, den Jemen und den Irak angreifen zu lassen. Doch dazu konnte ich erfahren, dass gestern ein hochrangiger saudischer Offizieller einen unserer Mitarbeiter im Außenministerium kontaktiert und ihm erklärt hatte, dass Saudi-Arabien am Angriff auf den Irak nicht beteiligt gewesen wäre.
  • Natürlich werden wir dem nachgehen. Sie haben auch die Ukraine gezwungen, unsere Schiffe angreifen zu lassen. Doch die Ukrainer haben sich gemeldet und gesagt, dass es ein Fehler gewesen wäre bzw. sie sich geirrt hätten. Das prüfen wir natürlich auch, denn wir hatten uns schon darauf vorbereitet, drei Ziele in der Ukraine anzugreifen. Nachdem sie sagen, sie hätten sich geirrt, überprüfen wir das…

 Rezaei betonte jedoch, dass die Ukraine für entsprechende Entschädigungsleistungen zwingend aufzukommen hätten. Rezaei führte weiter aus, …

wonach das Kriegstreiben der USA, denn Funken zur Entzündung eines Dritten Weltkrieg in sich tragen könnte!

Westasien/Nahost würde viel mehr Krisenherde als Europa, von wo der Zweite Weltkrieg seinen Ausgang nahm, aufweisen. Potentielle Gefahrenherde laut Mohsen Rezaei wären:

  • Wenn Israel definitiv weiter in Richtung Damaskus vorstoßen würde, sodass die Türkei von Norden her einmarschieren könnte!
  • Die Straße von Hormus könnte den gefährlichen Zündstoff für einen Dritten Weltkrieg abgeben!
  • Trumps dritter Krieg entstand, um die Straße von Hormus wieder auf zu machen und sich iranisches Öl und Gas mit der Insel Charg anzueignen!

 Mohsen Rezaei stellte die Frage, ob die Welt es hinnehmen könnte, dass die wirtschaftliche Lebensader der Welt völlig in die Hände der Vereinigten Staaten geraten würde:

Das könnte der Funke sein, um den Dritten Weltkrieg zu entfachen!

  • Der König von England hätte den früheren Premierminister, der gegen den Krieg gewesen wäre, absetzen lassen, wobei der neue Premierminister ein Freund von Herrn Blair wäre.

[Anmerkung der Redaktion: Der bei allen umstrittenen US-Abenteuern immer ganz vorne mitmischte.]

Das besondere Problem von Donald Trump und anderen maßgeblichen US-Entscheidungsträgern wäre in den Augen von Mohsen Rezaei:

… Wie kann man sicher sein, dass jemand, der eine Niederlage nach der anderen einstecken musste und dessen nächster Plan angeblich so viel besser sein würde, überhaupt zu etwas tauge? Das Problem mit Trump ist meiner Ansicht nach,…

 … dass es ihm an praktischer Rationalität, ganz zu schweigen grundlegendem Menschenverstand, völlig mangelt!

  • Wenn wir uns die 12-Tage-, 40-Tage- und 17-Tage-Kriege ansehen, stellen wir fest, dass das Niveau der amerikanischen Entscheidungsträger stark abgefallen ist. Ich sehe bei den amerikanischen Befehlshabern nicht mehr dieselbe Gerissenheit wie während der Kriege im Irak oder in Afghanistan. Dieser ganze Plan, den sie sich ausgedacht haben – Luftstreitkräfte einzusetzen, um den Süden des Iran vom Norden abzutrennen –,

… ist äußerst unmilitärisch, sehr unfachmännisch und ausgesprochen unprofessionell!

  • Dieser Plan, wer auch immer ihn ausgeheckt haben mag, zeugt von einem Mangel an strategischem Denken und einem mangelhaften Verständnis dafür, wie solche Vorhaben zu handhaben wären. Herr Hegseth, der Verteidigungsminister, hat das wohl nicht wirklich fabriziert, denn er hat weder einen militärischen Hintergrund noch den vollen Überblick. Wie kann man etwas von jemandem erwarten, der kein Mann des Militärs ist, wie auch Trump selbst…?

 Seine Kommandeure sind Leute, die Trump beförderte, weil sie Speichellecker sind!

Rezaei wies die Unterstellung zurück, der Iran der Aggressor wäre und betonte, dass Amerika der Kriegstreiber sei. „Würde eine weltweite Umfrage durchgeführt, würde die überwältigende Mehrheit der Menschen die Vereinigten Staaten als Kriegstreiber brandmarken!“

„Der Iran hat stets versucht, Kriege zu verhindern und ist auch in Verhandlungen eingetreten, obwohl man um die Unaufrichtigkeit Amerikas wusste. Der Feind hat die politische Noblesse des Irans und seine Bereitschaft zu Gesprächen als Schwäche ausgelegt, die Verhandlungen dreimal hintergangen und dem Iran die Kriege aufgezwungen“, erklärte Rezaei.

„Es war die USA, die unser Land und unser Volk angegriffen und unseren Führer sowie unsere Kinder zu Märtyrern machten. Haben wir sie angegriffen und ihr Volk massakriert?“, gab Rezaei die Frage zurück.

Der Iran strebe keine Ausweitung des Krieges an und begrüße keine Konflikte, in welche andere Länder verwickelt wären, zumal solche Eskalationen die Gefahr eines Weltkrieges in sich bergen könnten. Diplomatie bleibe notwendig, aber wie der iranische Oberste Führer erklärt hat, müsste Amerika sein Verhalten ändern und seine Verpflichtungen einhalten. Nur eine solche Änderung könne Ernsthaftigkeit signalisieren, unterstrich Rezaei.

Der Berater des Obersten Führers betonte, dass der Iran in der Straße von Hormus verantwortungsbewusst gehandelt und die Sicherheit für alle gewährleistet habe, da die globale wirtschaftliche Sicherheit für Teheran von Bedeutung sei. Es seien die Vereinigten Staaten, die Unsicherheit schürten. Der Kreislauf aus Krieg, Verhandlungen und Waffenstillstand muss zu einem Ende gelangen und jeder Schatten des Krieges müsste getilgt werden. Doch Amerika hätte den ersten Schritt zu setzen und sein Verhalten entsprechend zu ändern!

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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