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Blackout im Netz: Die unsichtbare Bombe unter der Straße von Hormus

Während oben auf dem Meer die Tanker blockiert werden und der Ölpreis durch die Decke geht, tickt tief unten eine ganz andere Zeitbombe. Die Rede ist von den Unterseekabeln am Grund der Straße von Hormus.

Gekappte Internetverbindung? Die eigentliche versteckte
Bombe liegt auf dem Meeresboden der Straße von Hormus

Von MEINRAD MÜLLER | Wie die Agentur Reuters gestern vermeldete, hat der Iran selbst vor Kurzem auf diese kritische Daten-Infrastruktur aus empfindlichen Glasfasern hingewiesen. Das klingt nicht gerade beruhigend. Denn: Diese Kabel sind dünn, oft kaum dicker als ein Gartenschlauch. Anders als in der Tiefsee der großen Ozeane liegen sie in der Straße von Hormus relativ nah an der Oberfläche, meist nur zwischen 150 und 200 Metern tief, an manchen Stellen ist das Meer sogar noch flacher. Das macht sie zu einem leicht angreifbaren Ziel für Taucher, kleine U-Boote oder das Militär.

Das Problem dabei: Über diese Route rauscht ein riesiger Teil des Internetverkehrs zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten. Die Golfstaaten pumpen Milliarden in Künstliche Intelligenz und digitale Zukunft, und alles hängt an diesen unsichtbaren Leitungen. Werden diese gekappt, wird es ungemütlich. Sie wollen irgendeine Webseite aufrufen? Vergessen Sie’s: 

Es ruckelt wie die Bundesbahn im Winter, Videos laden ewig, Zoom-Gespräche frieren ein, das Online-Banking spinnt und der Paketshop meldet sich nicht mehr. Hier sitzt kein Storch auf der Leitung, und kein neugieriger Wal hat mal kurz ins Kabel gebissen. Nein, hier wird eine Lebensader gekappt. Ein geschickt platziertes Bömbchen genügt – ganz ähnlich wie bei Nord Stream.

Risiko durch Zufallsschäden oder gezielte Sabotage

Zwar wäre Experten zufolge ein kompletter Internet-Blackout eher unwahrscheinlich, da es Umleitungen gibt. Aber massive Störungen, stunden- oder tagelange Verzögerungen und Netzausfälle sorgen vor allem in den Sektoren Finanzen, Handel und Cloud-Diensten für garantiertes Chaos. Satelliten wie Starlink sind zwar für die notdürftige Kommunikation und einige Basics nützlich, doch sie können das Datenvolumen der Unterseeleitungen niemals stemmen. Außerdem lassen sich die Datenströme nicht einfach umschalten.

Meerenge als „digitalen Schwachpunkt“

Der Iran selbst hat – in drohender Absicht – eine Karte mit der Position der Kabeltrassen veröffentlicht und die Meerenge als „digitalen Schwachpunkt“ bezeichnet. Bisher blieben die neuralgischen Leitungen zwar verschont, im Gegensatz zu einigen Rechenzentren der Golfregion, vor allem in den Emiraten und Katar, die bereits von iranischen Raketen getroffen wurden. Doch je länger der Krieg andauert, desto größer wird das Risiko durch Zufallsschäden oder gezielte Sabotage. Diese Gefahr hat der Westen bislang noch nicht richtig auf dem Schirm; seit Jahrzehnten ist die Meerenge von Hormus als kritische Passage für den globalen Ölhandel bekannt – doch jetzt zeigt sich: Sie ist mindestens genauso anfällig als digitales Nadelöhr. Ein kleiner Treffer unter Wasser – und Millionen Menschen weltweit merken es sofort, wenn plötzlich gar nichts mehr geht. Die unsichtbare Infrastruktur am Meeresboden ist in unserer Zeit nämlich mindestens so empfindlich wie die sichtbare an der Oberfläche.

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MEINRAD MÜLLER (71), Unternehmer im Ruhestand, kommentiert mit einem zwinkernden Auge Themen der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik für diverse Blogs in Deutschland. Der gebürtige Bayer greift vor allem Themen auf, die in der Mainstreampresse nicht erwähnt werden. Seine humorvollen und satirischen Taschenbücher sind auf Amazon zu finden. Müllers bisherige Beiträge auf UNSER MITTELEUROPA gibt es hier, seinen Ratgeber für Hobbyautoren hier.




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Redaktion3

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