Startseite Archiv 1 EU: Aufregung um Euro-Entwürfe der luxemburgerischen „Direction de la défense“

EU: Aufregung um Euro-Entwürfe der luxemburgerischen „Direction de la défense“

0
EU: Aufregung um Euro-Entwürfe der luxemburgerischen „Direction de la défense“
"Die Luxemburger Verteidigungsdirektion hat einen schweren Fehler begangen: Sie hat die europäische Politik beim Wort genommen", schreibt der EU-Abgeordnete der AfD, Petr Bystron (r.), zu den neuen Euro-Banknoten-Entwürfen.

Tatsächlich – und das ist keine Falschmelfung – veröffentlichte die luxemburgische Behörde „Direction de la défense“ auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen KI-generierte Entwürfe für Euro-Banknoten: unter anderem mit einem A400M-Militärtransporter, einem Satelliten, einem Panzer und einem Maschinengewehr.

„Warum nicht europäische Sicherheit?“

RTL ließ sich von der Behörde ausdrücklich bestätigen, dass der Post tatsächlich von ihr stammte. Der Post sagte sinngemäß, man habe der Versuchung nicht widerstehen können, ein paar „Alternativen“ vorzuschlagen – „warum nicht europäische Sicherheit?“

Nach Kritik löschte die Verteidigungsdirektion den Beitrag und entschuldigte sich am folgenden Tag. Die Behörde sagt heute auf ihrer offiziellen Regierungsseite selbst, dass sie diese Bilder am 30. Juli veröffentlicht hatte. RTL über die Entschuldigung.

Bild: „Direction de la défense“

Die verlogene Entrüstung und Empörung der sonst eher kriegstreiberischen Politiker veranlasste den EU-Parlamentarier Petr Bystron zu einer trefflichen Stellungnahme:

Von PETR BYSTRON | Die EU hat aufgerufen, die neuen Euro-Banknoten zu entwerfen. Und die Luxemburger lieferten. Doch auf ihren Entwürfen waren keine Vögelchen, Brücken oder berühmte Dichter zu sehen. Stattdessen: gepanzerte Fahrzeuge, Militärflugzeuge, Satelliten und ein klassisches Sturmgewehr. Erstellt offenbar mit einem Augenzwinkern als „alternative Vorschläge“ zur laufenden Debatte über die neuen Euro-Scheine.

Das Ergebnis: Entrüstung, Empörung, Distanzierung. Vor allem Sozialisten, Grüne und andere Vertreter des moralischen Europas zeigten sich entsetzt. Von „Militarismus“ ist die Rede. Kriegsmaterial gehöre nicht auf Geldscheine! Luxemburg müsse für Frieden stehen und nicht für einen „Waffenkatalog“.
Vier Jahre verdeckt einen Krieg zu führen soll also ok sein, aber ein Panzerbildchen auf einem Geldschein ein Skandal? Wie rührend!

Seit vier Jahren erklären uns dieselben politischen Kreise Tag ein Tag aus, warum noch mehr Waffen, noch mehr Munition und noch mehr Milliarden notwendig sind. Das selbsternannte „Team Europe“ ließ sich nicht lumpen und überwies der Ukraine inzwischen 77 Milliarden Euro alleine für Waffen. Insgesamt beläuft sich die europäische Hilfe auf mehr als 216 Milliarden Euro. Hinzu kommen neue Rüstungsprogramme, gemeinsame Beschaffungen und ständig steigende Verteidigungshaushalte.

Stichwort „Militarismus“: Der wächst und gedeiht in Europa weit besser als die Vögelchen oder Dichter und Denker, die man so gerne in den Vordergrund schiebt. Denn die Militärausgaben der EU-Staaten klettern 2026 auf bis zu 454 Milliarden. Das ist eine Explosion um 75 Prozent gegenüber 2021.

Als wäre es nicht genug, packte Deutschland zusätzlich ein „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr auf den Tisch. „Sondervermögen“ klingt schließlich irgendwie besser als „Sonderschulden für Panzer und Raketen“.

Auch das öffentliche Leben wurde längst auf die Kriegs-Zeitenwende umgestellt. Nachrichtensendungen erklären Waffensysteme. Talkshows diskutieren Reichweiten von Raketen. Politiker lassen sich vor Panzern fotografieren. Schüler sollen wieder stärker auf die Bundeswehr vorbereitet werden. Über „Kriegstüchtigkeit“ wird gesprochen, als handele es sich um eine neue olympische Disziplin. Wer nach Verhandlungen fragt, gilt schnell als verdächtig. Wer gar den Frieden fordert, wird sofort zum Agenten Moskaus abgestempelt.

Genau hier offenbart sich die ganze Verlogenheit der europäischen Politik der letzten Jahre. Man kann den ganzen Kontinent an den Rand eines Krieges bugsieren, es muss aber als Rettung des Friedens verkauft werden. Man kann ganze Volkswirtschaften mit Rüstungsausgaben in die Schuldenfalle stürzen, doch der Schuldenberg muss als „Vermögen“ bezeichnet werden. Das Kriegsgerät darf bezahlt, produziert und geliefert werden, man möchte es aber tunlichst nicht auf dem Geld sehen, mit dem es bezahlt wird.

Panzer bestellen: verantwortungsvoll.
Raketen liefern: solidarisch.
Milliarden ausgeben: alternativlos.
Einen Panzer auf einen Geldschein drucken: geschmackloser Militarismus.

Die Luxemburger Verteidigungsdirektion war also nicht militaristischer als die europäische Politik. Sie war lediglich ehrlicher. Ihre Entwürfe zeigen, wofür ein wachsender Teil des europäischen Geldes tatsächlich ausgegeben wird.

Einen Fehler haben die Luxemburger doch gemacht: Sie haben die wichtigste Waffengattung der heutigen Zeit – die Drohne – komplett vergessen! Das geht natürlich nicht. So wie das Maschinengewehr von Hekler & Koch auf den Zehner gehört, so muss die Drohne auf den Fünfziger, die meistgenutzte Banknote. Und so kann man weiter machen: Auf den Zwanziger kommt ein Panzer. Auf den Hunderter eine Rakete. Und auf den Zweihunderter Ursula von der Leyen, die erklärt, dass es für Schulen, Straßen und Renten leider kein Geld mehr gibt.

Das wäre mal ehrlich.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar.

Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.

 



x