Startseite 2 250 Jahre USA, 110 Jahre Katastrophe für Deutschland – Teil 1: Die Vorgeschichte zum „Kriegseintritt“ im 1.WK

250 Jahre USA, 110 Jahre Katastrophe für Deutschland – Teil 1: Die Vorgeschichte zum „Kriegseintritt“ im 1.WK

0
250 Jahre USA, 110 Jahre Katastrophe für Deutschland – Teil 1: Die Vorgeschichte zum „Kriegseintritt“ im 1.WK
US-Kriegspropaganda: im Bild rechts vorne die natürlich nicht für Hochfinanz edlen Kämpfenden und hinten ein affenartiger böser „Hunne“.

Mit dem Ersten Weltkrieg begann sich die USA maßgeblich in die europäische, aber insbesondere in die deutsche Geschichte einzumischen! Zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges gab es an dieser Stelle bereits einen Beitrag von UNSER MITTELEUROPA. [1]

Die Vorgeschichte zum „Kriegseintritt“ der USA im 1. Weltkrieg

Von FRANZ FERDINAND | Am Beginn des Ersten Weltkrieges waren die USA unter dem Präsidenten Woodrow Wilson formal neutral. Die Wahl 1916 gewann er noch mit dem Schlagwort „ich halte Amerika aus dem Krieg heraus“! Es war die übliche amerikanische Heuchelei, denn die USA waren von Anfang an mit Krediten und Waffenlieferungen an diesem Krieg beteiligt:

Insgesamt liehen die USA ihren Verbündeten 26,5 Milliarden Dollar [2]. Diese Zahl muss mindestens mit einem Faktor 100 multipliziert werden, um eine Vorstellung von der Kaufkraft dieses „Supports“ zu bekommen. Man kann also von mindestens drei Billionen Dollar ausgehen, mit denen die USA die Kriegsanstrengungen der Entente unterstützte.

Eine wesentliche Rolle bei der Kriegsfinanzierung spielte die am 23. Dezember 1913 gerade rechtzeitig vor dem Kriegsausbruch durch die von Präsident Woodrow Wilson mit dem Federal Reserve Act gegründeten Federal Reserve Bank! Verschwörungstheoretiker würden an dieser Stelle vermuten, dass Wilson ein Vorwissen über das, was kommen wird, hatte.

Diese Mittel flossen hauptsächlich in die amerikanische Industrie, die dann Rüstungsgüter nach Europa lieferte. Dieser „Support“ war der deutschen Kriegsführung nicht entgangen und dementsprechend wurde der Schiffsverkehr über den Atlantik durch einen U-Boot-Krieg behindert. Dies führte zur Versenkung der Passagierschiffes Lusitania am 7. Mai 1915, das allerdings neben 1960 Passagieren und Crew-Mitglieder auch 173 Tonnen Rüstungsgüter transportierte.

Davor hatte die Kaiserliche Deutsche Botschaft in den USA am 22. April 1915 in 50 Zeitungen eine Warnung veröffentlicht, dass das Gebiet rund um die Britischen Inseln Kriegsgebiet sei und Schiffe daher Gefahr laufen, versenkt zu werden.

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Passagiere der Lusitania bewusst geopfert wurden, um die USA in den Krieg gegen Deutschland hineinzuziehen. [3] .

Jedenfalls führte die Debatte um diese Tragödie zu dem Vorwand, dass die USA am 6. April 1917 Deutschland den Krieg erklärte  (offiziell spricht man vom „Kriegseintritt“).

Wie sich später zeigte, fand das Drehbuch Lusitania bei Pearl Habor, der USS Liberty und 9/11 seine Fortsetzung, und zuvor 1898 war es die „USS Maine“ die man in die Luft jagte um Spanien den Krieg zu erklären. [4]

Eine weitere, für Kriegserklärung der USA entscheidende Propagandakampagne war die widerliche Behauptung, dass die deutschen Besatzungstruppen in Frankreich und Belgien Kindern die Hände abschnitten. Es stellte sich heraus, dass diese Barbarei von belgischen Kolonialtruppen im Kongo praktiziert und nun den Deutschen angedichtet wurde. Es wurden Puppen ohne Hände verkauft und Postkarten, auf denen ein Kind ohne Hände dargestellt wurde, gedruckt und massenhaft versendet. Diese Schmutzkübelkampagne trug wesentlich dazu bei, die Deutschen als barbarische Hunnen zu stigmatisieren, die man im Namen der Freiheit, der Menschenwürde und der Demokratie bekämpfen müsste. Heutzutage erleben wir ähnliches gegenüber den Russen.

Der „Kriegseintritt“ der USA war jedenfalls kriegsentscheidend, da Russland zu diesem Zeitpunkt als Kriegsgegner gegen die Achsenmächte bereits ausgefallen war. Ohne die amerikanischen Truppen hätte die Situation an der Westfront in einem Patt geendet, was ein Erfolg für Deutschland gewesen wäre. Die Federal Reserve Bank hätte alle Kredite abschreiben müssen und wäre bankrottgegangen.

Die Geschichte Europas wäre danach komplett anders verlaufen. Insbesondere wäre Hitler in Wien Kunstmaler geblieben.

Die amerikanischen Eliten hatten jetzt gelernt, dass Krieg in Europa für ihre Geldbörsen ein Segen ist. Diese Erkenntnis wurde ab da zu einer Konstanten in der amerikanischen Politik.

Fortsetzung Teil 2 „Wall Street ebnet den Weg für Hitler!“ folgt

***

[1]  Die Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs von UNSER MITTELEUROPA
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Interalliierte_Kriegsschulden
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Lusitania_(Schiff,_1907)
[4] Der Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898 wurde durch die mysteriöse Explosion des US-Kriegsschiffs „USS Maine“ im Hafen von Havanna (Kuba) ausgelöst. Dieser Vorfall markierte den Beginn eines kurzen, aber für das spanische Kolonialreich verheerenden Krieges, der den Aufstieg der USA zur Weltmacht einläutete.