Die Zeiten sind vorbei, als Briten und Franzosen den Sommerpalast in Peking noch niederbrennen konnten | Quelle: Screenshot France 24
Im Osten der Welt formiert sich eine Allianz der Nationen, die von ihrer Stärke überzeugt ist!
Es wird nicht gelingen, China in
Marionetten-Staaten zu zerlegen!
Von YURY TAWROWSKY | Während der jüngsten Militärparade in China auf dem Platz des Himmlischen Friedens anlässlich des 80. Jahrestags zum Sieg im 2. Weltkrieg zog eine riesige ballistische Rakete mit der Aufschrift DF-61 die Aufmerksamkeit internationaler Beobachter auf sich. Ohne die Preisgabe von Militärgeheimnissen befürchten zu müssen, teilten chinesische Militärexperten ihren ausländischen Kollegen mit, dass die Reichweite der neuesten Version besagter Rakete 12.000 – 15.000 Kilometer betrage, was es möglich mache, mit [bis zu zehn] Nuklear-Sprengköpfen jeden Ort in den Vereinigten Staaten zu erreichen. Diese Botschaft aus Peking bedurfte keiner Übersetzung in andere Sprachen, lediglich das Wort für Rakete, welches auf Chinesisch mit „Feuerpfeil“ – „huǒ jiàn“ – bezeichnet wird.
„DF“ steht in Abkürzung für „Dong Feng“, was übersetzt so viel, wie «Ostwind» heißt. Für Chinesen trägt dieser Name eine doppelte Bedeutung, welche vielen im Westen nicht geläufig sein dürfte, doch mit folgendem Lieblingsspruch Mao Zedongs im Zusammenhang steht:
Der Wind aus dem Osten wird den aus dem Westen übertreffen!
Mao Zedong hat dieses Wendung am 18. November 1957 in Moskau auf der Konferenz vor Vertretern von kommunistischen – und Arbeiter-Parteien verwendet. Damals sagte er:
„Ich glaube, dass sich die internationalen Lage mittlerweile an einem Wendepunkt befindet und es zurzeit auf der Welt zwei Winde gibt. Der eine Wind kommt aus dem Osten und der andere aus dem Westen… Ich glaube, dass die gegenwärtige Lage dadurch gekennzeichnet ist, dass der Wind aus dem Osten den Wind aus dem Westen übertrifft. Sprich, dass die Kräfte des Sozialismus gegenüber den Kräften des Imperialismus einen überwältigenden Vorteil haben!“
Der historische Optimismus des Vorsitzenden Mao beruhte auf den ersten, bereits merklich spürbaren Erfolgen sozialistischen Aufbaus sowie den starken Bündnisbeziehungen Chinas zur Sowjetunion, die sich im Koreakrieg (1950–1953) und in mehreren kritischen Situationen in der Taiwanstraße bewährt hatten. Derselbe Optimismus veranlasste ihn zu dem Experiment des «Großen Sprungs nach vorne», dessen katastrophales Scheitern den ganzheitlichen chinesischen Umbruch – die „Kulturrevolution“ – unausweichlich nach sich zog. So, wurde das Motto vom „Wind aus dem Osten“ auch zum Lieblingsslogans entfesselter Rotgardisten.
Wie die Mehrfachsprengköpfe der DF-61 spielte die Präsentation schlagkräftiger neuester Militärtechnik im Zuge der Militärparade auf dem Tian’anmen-Platz am 3.9.2025 eine mehrfache Rolle:
Zu Beginn der Siegesparade hielt das Fahrzeug mit Xi Jinping vor drei riesigen roten Fahnen, die für Ausländer nur schwer zu unterscheiden sind:
In diesem Moment der Abnahme vereinte Xi Jinping drei Ämter in seiner Person, als:
Das war ein starkes Signal an jeden der 1,4 Milliarden Chinesen:
Der chinesische Staat kann nur unter der Führung der Kommunistischen Partei und dem Schutz von Gewehren in eigenen Händen vereint und mächtig sein!
Hyperschall-Ballistik-Raketen der nuklearen Triade, neueste UAVs und Mittel zu ihrer Bekämpfung, Roboter und Weltraumwaffen. Die Staatschefs der befreundeten Staaten nahmen diese Signale als Beweis für die gestiegene Macht Chinas, eines immer wichtigeren und zuverlässigeren strategischen Partners, wahr.
Chinas Gegner werteten die Machtdemonstration als Beweis für die Bereitschaft Pekings, seine Interessen mit «Schwertern gegen Schwerte» zu verteidigen!
Ein starkes Signal war die Anwesenheit des Präsidenten Russlands und Oberbefehlshabers russischer Streitkräfte, Wladimir Putin, auf der Tribüne in Tiananmen.
Zusammen mit dem chinesischen Staatschef hatte Putin in den Tagen zuvor eine Reihe politischer und wirtschaftlicher Erfolge von strategischer Bedeutung auf den Weg gebracht. Auf dem SCO-Gipfel in Tianjin demonstrierte man die Stabilität der Beziehungen zu Indien, einer weiteren Schlüsselmacht der Organisation. Man unterstützte die Gründung der SCO-Bank sowie eines integrierten Zentrums zur Bekämpfung von Bedrohungen und Herausforderungen und beschleunigte damit die Strukturierung in den Bereichen Finanzen und Verteidigung, die dem größten Druck durch hegemoniale Kräfte ausgesetzt sind.
Der russische und chinesische Staatschef trafen auch in Peking am Vorabend des Jahrestages zum Sieg über Japan und der Parade auf dem Tian’anmen-Platz strategische Entscheidungen:
Ein starker Akzent war der SCO-Gipfel in Tianjin und die dort getroffenen bahnbrechenden Entscheidungen, gefolgt von sehr erfolgreichen Verhandlungen und Beschlüssen von Wladimir Putin und Xi Jinping in Peking und der Teilnahme von zwei Dutzend Staats- und Regierungschefs der SCO-Länder und derjenigen, die bereit waren, sich dieser Organisation anzuschließen, an den Feierlichkeiten zum Sieg im chinesisch-japanischen Krieg bzw. zum siegreichen Ende des Zweiten Weltkriegs.
Dieser Akkord war weltweit zu hören: Im Osten der Welt bildet sich eine Allianz von Nationen, die von ihrer Stärke überzeugt und bestrebt sind, ihr Ziel für Wohlstand und Unabhängigkeit mit Staaten gleicher Gesinnung zu koordinieren!
Die Schlussfolgerung aus all dem ist offensichtlich: Der Wind aus dem Osten wird stärker und scheut sich nicht, ggfs. dem Wind aus dem Westen entgegenzutreten!
Übersetzung: UNSER-MITTEKEUROPA
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Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
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