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Die EU soll bei der Aufrüstung deutlich schneller werden – die Verteidigungsbehörde warnt vor zu langsamem Tempo

Die Europäische Union muss nach Einschätzung europäischer Verteidigungsplaner ihre militärische Aufrüstung deutlich beschleunigen.Wie Reuters unter Berufung auf den Entwurf eines Analyseberichts für die europäischen Staats- und Regierungschefs berichtet, reichen die bisherigen Fortschritte bei der Modernisierung der Streitkräfte und beim Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie nicht aus.

Bis 2030 müssten Umfang und Geschwindigkeit der Investitionen demnach erheblich steigen.

Dabei hat die EU bereits umfangreiche Finanzierungsinstrumente auf den Weg gebracht. Mit den Programmen „ReArm Europe” und „Readiness 2030” sollen nach Angaben der Europäischen Kommission bis zu 800 Milliarden Euro für zusätzliche Verteidigungsinvestitionen mobilisiert werden. Ein zentraler Bestandteil ist das im Mai 2025 beschlossene SAFE-Instrument, über das bis zu 150 Milliarden Euro in Form von Darlehen für gemeinsame Beschaffungsprojekte der Mitgliedstaaten bereitgestellt werden können.

Die Maßnahmen sollen unter anderem den gemeinsamen Einkauf von Munition, Raketenabwehr, Drohnen, Luftverteidigung und weiteren militärischen Fähigkeiten erleichtern. Gleichzeitig soll die europäische Rüstungsindustrie ihre Produktionskapazitäten ausbauen und bestehende Lücken bei wichtigen militärischen Fähigkeiten schließen.

Auch innerhalb der NATO wurden die europäischen Verteidigungsausgaben zuletzt deutlich erhöht. Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag im Jahr 2025 vereinbarten die Mitgliedstaaten ein neues, langfristiges Ausgabenziel: Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und sicherheitsrelevante Bereiche vorgesehen werden.

Aus Moskau kommt seit Längerem Kritik an der europäischen Aufrüstungspolitik.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte im Juli 2025, die EU bewege sich auf einen Kurs der Militarisierung und Konfrontation. Russland sehe sich dadurch veranlasst, zusätzliche Maßnahmen zur Gewährleistung seiner nationalen Sicherheit zu prüfen.

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