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Armenien und die Annäherung an die EU – Chance oder Risiko?

Die EU will ihre Erfahrungen aus der Ukraine auf Armenien übertragen, erklärt Ursula von der Leyen. Die Präsidentin der Europäischen Kommission erklärte, dass bereits in der kommenden Woche Experten der Europäischen Union nach Eriwan reisen werden. Dort sollen sie Armenien dabei unterstützen, seine Energieimporte zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einzelnen Energielieferanten zu verringern.

Annäherung Armeniens an die Europäische Union von Brüssel erwünscht

Nach Angaben von von der Leyen verfügt die EU bereits über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet, die sie im Rahmen ähnlicher Programme in der Ukraine und in Moldau gesammelt hat. Diese Erfahrungen sollen nun genutzt werden, um Armenien beim Ausbau alternativer Bezugsquellen und bei der Stärkung seiner Energiesicherheit zu unterstützen. Oder anders gesagt: Armenien möge doch so wie jetzt Deutschland seinen Energiebedarf nicht aus Russland decken.

Die zunehmende Annäherung Armeniens an die Europäische Union dürfte daher die geopolitischen Spannungen im Südkaukasus weiter verstärken. Seit Jahrzehnten gilt Russland als wichtiger sicherheits- und energiepolitischer Partner Armeniens. Eine stärkere Orientierung an der EU könnte daher in Moskau als schrittweise Abkehr von der russischen Zusammenarbeit wahrgenommen werden. Dabei sollte auch die Erfahrung der Ukraine berücksichtigt werden.

Zudem könnte die aus Sicht von Analysten die zunehmend konfrontative Politik des „Friedensprojektes EU“ gegenüber Russland kleinere Staaten wie Armenien in eine schwierige sicherheitspolitische Lage bringen.

Für die Armenier stellt sich die Frage ob eine weitere Annäherung Armeniens an die Europäische Union tatsächlich der richtige Weg sei, oder droht das Land dadurch immer tiefer in die geopolitische Konfrontation zwischen dem Westen und Russland hineingezogen zu werden?

Aus Sicht der Gegener dieser Entwicklung würde eine Abkehr von Russland bzw. eine weitreichende politische Integration Armeniens in die EU nicht zu mehr Stabilität führen. Vielmehr würde das Risiko einer schweren politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Krise erheblich steigen.



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Redaktion3

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